Bilanz 2021 – 2026
Weitermachen heißt Fertigmachen
Wolfenbüttel hat in den Jahren 2021 bis 2026 eine besonders anspruchsvolle Zeit erlebt. Die Folgen der Pandemie, Energiekrise, Inflation, steigende Baukosten, Fachkräftemangel, wachsende Anforderungen an Schulen und Kitas, Druck auf die kommunalen Haushalte und neue Erwartungen an Sicherheit, Digitalisierung und Klimaanpassung haben die Arbeit der Stadt geprägt.
In dieser Lage ging es nicht um einfache Versprechen. Es ging darum, Verantwortung zu übernehmen, Prioritäten zu setzen, Projekte zu ordnen, die Verwaltung handlungsfähig zu halten und Wolfenbüttel Schritt für Schritt weiterzuentwickeln.
Diese Bilanz zeigt, was seit 2021 erreicht, vorbereitet, stabilisiert und auf den Weg gebracht wurde. Sie folgt der Gliederung des Programms und ordnet die Bilanzinhalte den dort genannten Unterpunkten zu.
Die Bilanz der Jahre 2021 bis 2026 zeigt eine Stadt in Bewegung. Wolfenbüttel hat in einer schwierigen Zeit zentrale Aufgaben angepackt: Innenstadt, Wohnen, Umwelt, Mobilität, Schulen, Kitas, Finanzen, Wirtschaft, Soziales, Sport, Kultur, Beteiligung, Digitalisierung, Sicherheit und regionale Zusammenarbeit.
Vieles wurde umgesetzt. Vieles wurde vorbereitet. Vieles wurde stabilisiert. Und vieles wurde so weit gebracht, dass darauf weiter aufgebaut werden kann.
Wolfenbüttel hat gezeigt, dass kommunale Handlungsfähigkeit auch unter schwierigen Bedingungen möglich ist: mit klaren Prioritäten, Verantwortung, Zusammenarbeit und einem realistischen Blick auf das Machbare.
Diese Bilanz steht für fünf Jahre Arbeit an einer Stadt, die lebendig, sozial, sicher, wirtschaftlich stark, modern und liebenswert bleibt.
01 Stadtentwicklung und Innenstadt
Die Belebung der Innenstadt war eines der zentralen Themen der vergangenen Jahre. Nach der Pandemie musste die Innenstadt wieder stärker als Ort der Begegnung, des Handels, der Gastronomie, der Kultur und des Aufenthalts funktionieren. Genau daran wurde gearbeitet.
Mit den Maßnahmen aus der „Perspektive Innenstadt“ wurden wichtige Impulse gesetzt. Temporäre Nutzungen, Laden-auf-Zeit-Ansätze, neue Veranstaltungsformate, mobile Möblierung, zusätzliche Aufenthaltsangebote und eine bessere Sichtbarkeit innerstädtischer Angebote haben dazu beigetragen, die Innenstadt wieder stärker in Bewegung zu bringen.
Auch das Thema Leerstand wurde aktiver bearbeitet. Leerstände wurden nicht nur als Problem beschrieben, sondern stärker als Aufgabe der Stadtentwicklung verstanden. Die Stadt hat die Entwicklung von Nutzungsideen, Zwischennutzungen und neuen Formaten unterstützt. Damit wurde die Grundlage gelegt, um Eigentümerinnen und Eigentümer, Handel, Gastronomie, Kultur, Dienstleister und Verwaltung stärker zusammenzubringen.
Der Wochenmarkt und neue Veranstaltungsformate wurden als Frequenzbringer und Treffpunkte gestärkt. Der Abendmarkt hat gezeigt, dass Innenstadtbelebung dann funktioniert, wenn Handel, Gastronomie, Begegnung und Atmosphäre zusammenkommen. Solche Formate machen deutlich: Innenstadtentwicklung ist nicht nur Bau- und Planungspolitik. Sie ist auch Stadtleben.
Auch die digitale Sichtbarkeit von Innenstadtakteuren wurde stärker thematisiert. Für Handel, Gastronomie und Dienstleistung reicht es heute nicht aus, vor Ort präsent zu sein. Sichtbarkeit entsteht auch online. Die Verbindung aus analogem Erlebnis und digitaler Auffindbarkeit wurde deshalb wichtiger.
Bilanz: Wolfenbüttel hat die Innenstadt nach schwierigen Jahren wieder stärker belebt, Leerstände aktiver in den Blick genommen, neue Formate ermöglicht und die Innenstadt als gemeinsamen Erlebnis-, Handels- und Begegnungsraum gestärkt.
Aufenthaltsqualität entscheidet darüber, ob Menschen gerne in die Innenstadt kommen, ob sie bleiben, ob sie verweilen und ob sie Wolfenbüttel als lebendige Stadt erleben. In den Jahren 2021 bis 2026 wurde deshalb nicht nur über Funktionalität gesprochen, sondern über Atmosphäre, Stadtbild, Sauberkeit, Möblierung, Grün, Wasser, Veranstaltungen und Begegnung.
Die Fußgängerzone, zentrale Plätze, Freiheit und Dammfeste, Möblierung, du Sitzgelegenheiten wurden stärker in den Blick genommen. Innenstadt muss gut erreichbar sein, aber sie muss auch ein Ort sein, an dem man sich gerne aufhält. Dafür wurden sichtbare Verbesserungen angestoßen und umgesetzt.
Mit Trinkbrunnen, mobilen Sitzgelegenheiten, saisonalen Gestaltungsansätzen und zusätzlichen Veranstaltungsimpulsen wurde die Innenstadt freundlicher und nutzbarer gestaltet. Besonders wichtig war dabei, verschiedene Nutzergruppen mitzudenken: Familien, Seniorinnen und Senioren, Jugendliche, Besucherinnen und Besucher, Kundinnen und Kunden, Beschäftigte, Gastronomie und Handel.
Auch Kultur- und Veranstaltungsangebote im Umfeld zentraler Handelslagen wurden gestärkt. Die Verbindung von Einkauf, Gastronomie, Kultur und Stadtbild ist ein entscheidender Faktor für eine lebendige Innenstadt. Wolfenbüttel hat hier gezeigt, dass auch kleinere und mittlere Maßnahmen Wirkung entfalten, wenn sie gut zusammenspielen.
Bilanz: Die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt wurde sichtbar verbessert. Wolfenbüttel hat stärker in Möblierung, Gestaltung, Veranstaltungen, Orientierung, und Begegnung investiert und damit die Innenstadt als Aufenthaltsraum aufgewertet.
Wohnraum und Stadtentwicklung wurden in den vergangenen Jahren als zusammenhängende Aufgabe bearbeitet. Wolfenbüttel ist ein beliebter Wohnstandort. Daraus ergibt sich Verantwortung: Die Stadt muss Wohnraum ermöglichen, Flächen geordnet entwickeln, Infrastruktur mitdenken und gleichzeitig ihren Charakter bewahren.
Die Fortschreibung von Wohnraumkonzepten, die Umsetzung des Baulandbeschlusses und die bedarfsgerechte Entwicklung neuer Baugebiete haben dazu beigetragen, Wohnentwicklung planbarer zu machen. Dabei ging es nicht um Wachstum um jeden Preis, sondern um eine geordnete Stadtentwicklung mit Blick auf Familien, Bezahlbarkeit, Infrastruktur, Klima und Lebensqualität.
Die Entwicklung von neuen Wohngebieten wurde weiterverfolgt. Wolfenbüttel braucht attraktive Angebote für Familien und unterschiedliche Lebensphasen. Gleichzeitig müssen Schulen, Kitas, Verkehr, Grünflächen und technische Infrastruktur mitwachsen.
Grünräume und wohnortnahe Erholung wurden ebenfalls als Teil lebenswerter Stadtentwicklung betrachtet. Sie sind wichtige Orte für Freizeit, Klima, Gemeinschaft und soziale Stabilität.
Bilanz: Wolfenbüttel hat die Wohnraumentwicklung geordnet, bezahlbaren Wohnraum stärker in den Blick genommen, neue Wohn- und Entwicklungsflächen vorbereitet und die Innenstadt gestärkt.
02 Umwelt und Mobilität
Umwelt- und Klimaschutz wurden in den Jahren 2021 bis 2026 stärker als praktische kommunale Aufgabe verstanden. Es ging um Energie, kommunale Gebäude, Grünflächen, Parkanlagen, Klimafolgen, Ausgleichsflächen, Blühflächen, Ressourcenschutz und Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren.
Die energetische Betrachtung kommunaler Liegenschaften wurde wichtiger. Energieeffizienz, Energiemanagement und regenerative Energien sind nicht nur Klimaschutzthemen, sondern auch Haushalts- und Versorgungsthemen. Gerade die Energiekrise hat gezeigt, wie wichtig eine vorausschauende kommunale Energiepolitik ist. U.a. ha die Stadt in regenerative Energien Investiert auf Dächern und in eine Windkraftanlage.
Wallanlagen, Seeliger-Park und weitere Grünräume wurden stärker als ökologische und stadtklimatische Infrastruktur verstanden. Grünflächen sind nicht nur schön. Sie kühlen, speichern Wasser, schaffen Lebensräume und verbessern die Aufenthaltsqualität. Die Pflege und Entwicklung dieser Flächen wurde deshalb als Teil einer klimaangepassten Stadtentwicklung betrachtet.
Blühflächen, Ausgleichsflächen und ökologische Entwicklungsflächen wurden ebenfalls weiterverfolgt. Sie leisten einen Beitrag zu Biodiversität, Stadtklima und Landschaftsentwicklung. Gleichzeitig wurde deutlich, dass Umweltpolitik vor Ort konkrete Flächen, Pflegekonzepte und Prioritäten braucht.
Auch Klimafolgenanpassung wurde wichtiger. Starkregen, Hitze und Trockenheit sind keine abstrakten Zukunftsthemen mehr. Das hat das Weihnachtshochwasser 2023/24 gezeigt. Sie betreffen die Innenstadt, Wohnquartiere, Schulen, Kitas, Straßen, Grünflächen und technische Infrastruktur. Wolfenbüttel hat diese Themen stärker in Planungen und kommunale Entscheidungen einbezogen. Die größte Maßnahme der Klimafolgenanpassung ist die Hochwasserschutzmaßnahme am Okerbogen und Rosenwall.
Die Zusammenarbeit mit der Ostfalia und anderen Akteuren wurde als Chance gesehen, Umwelt- und Klimathemen fachlich zu vertiefen. Kommunaler Klimaschutz braucht Verwaltung, Wissenschaft, Stadtwerke, Bürgerschaft und lokale Initiativen.
Bilanz: Wolfenbüttel hat Umwelt- und Klimaschutz stärker in die Stadtentwicklung integriert. Energie, Grünflächen, Klimafolgenanpassung, Blühflächen, Parkanlagen und Kooperationen wurden als konkrete kommunale Handlungsfelder weiterentwickelt.
Mobilität wurde in den Jahren 2021 bis 2026 alltagsnäher betrachtet. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Menschen sicher, verlässlich und gut erreichbar durch Wolfenbüttel kommen: mit dem Bus, mit dem Fahrrad, zu Fuß, mit dem Auto, mit E-Mobilität oder durch eine Kombination verschiedener Verkehrsmittel.
Der ÖPNV blieb ein wichtiges Thema. Die Evaluation des Buskonzeptes wurde Durchgeführt und die Busbeschleunigung an wesentlichen Knotenpunkten umgesetzt. Gerade für Schülerinnen und Schüler, ältere Menschen, Menschen ohne Auto und Pendlerinnen und Pendler ist ein verlässlicher ÖPNV entscheidend.
Der Radverkehr wurde stärker in den Blick genommen. Die bessere Anbindung der Ortsteile, sichere Wege, Fahrradzonen, Dienstfahrräder und die Zusammenarbeit mit fachlichen Partnern wurden als Bausteine einer moderneren Mobilität betrachtet. Radverkehrspolitik ist dabei nicht Symbolpolitik, sondern Alltagspolitik: sichere Schulwege, kurze Wege, bessere Verbindungen und gesunde Mobilität (u.a. östlich Cranachstraße).
Auch die Erreichbarkeit der Innenstadt blieb wichtig. Wolfenbüttel hat die innerstädtischen Parkmöglichkeiten nicht gegen andere Mobilitätsformen ausgespielt. Ziel war, Erreichbarkeit, Parken, Radverkehr, Fußverkehr und ÖPNV zusammenzudenken. Die Vorbereitung eines digitalen Parkleitsystems gehört in diesen Zusammenhang.
Der Ausbau der Ladeinfrastruktur wurde weiterverfolgt und die Ladeinfrastruktur ist landkreisweit ausgeschrieben und soll nun umgesetzt werden. E-Mobilität braucht öffentlich zugängliche und verlässliche Ladepunkte. Auch die kommunale Fahrzeugflotte wurde auf Umstellungsmöglichkeiten geprüft und beherzt umgestellt.
Mobilität wurde zudem stärker in neuen Baugebieten und Stadtentwicklungsprojekten berücksichtigt. Wer neue Quartiere plant, muss Erreichbarkeit, Stellplätze, Radwege, Fußwege, ÖPNV und Klimafolgen früh mitdenken.
Bilanz: Wolfenbüttel hat Mobilität breiter gedacht: ÖPNV, Radverkehr, Fußverkehr, Erreichbarkeit, Parken, Ladeinfrastruktur und Mobilitätskonzepte wurden stärker miteinander verbunden und alltagsorientiert weiterentwickelt.
03 Bildung, Schule & Betreuung
Schule und Bildung waren zentrale Schwerpunkte der Jahre 2021 bis 2026. Die Stadt hat in digitale Ausstattung, Schulgebäude, Ganztag, Inklusion, Schulhöfe und die Zusammenarbeit mit Bildungspartnern investiert.
Der Digitalpakt wurde umgesetzt und die digitale Ausstattung der Schulen verbessert. Damit wurden wichtige Voraussetzungen für zeitgemäßes Lernen geschaffen. Digitale Bildung braucht Geräte, Netze, Support und pädagogische Konzepte. Diese Grundlagen wurden in der Amtszeit deutlich gestärkt.
Auch die bauliche Entwicklung der Schulen wurde vorangebracht. Sanierungen, Erweiterungen und Planungen für den Ganztag haben gezeigt, wie anspruchsvoll kommunale Schulpolitik ist. Gebäude müssen pädagogischen Anforderungen, Brandschutz, Barrierefreiheit, Mensa, Betreuung, Digitalisierung und wachsender Nutzung gerecht werden.
Die Wilhelm-Raabe-Schule, das Gymnasium im Schloss und weitere Schulstandorte standen im Fokus von Sanierung, Entwicklung und Ganztagsfähigkeit. Dabei ging es nicht nur um einzelne Baumaßnahmen, sondern um die Frage, wie Schulstandorte langfristig tragfähig und modern bleiben.
Gute Bildung muss möglichst vielen Kindern Teilhabe ermöglichen. Das betrifft Räume, Ausstattung, Betreuung, Schulorganisation und Zusammenarbeit mit anderen Akteuren.
Bilanz: Wolfenbüttel hat Schulen digitaler, moderner und ganztagsfähiger gemacht. Sanierungen, digitale Ausstattung, Inklusion, Schulentwicklung und Bildungskooperationen wurden deutlich vorangebracht.
Die Kindertagesstätten waren in den Jahren 2021 bis 2026 eines der wichtigsten kommunalen Handlungsfelder. Gute Betreuung ist für Kinder, Familien, Vereinbarkeit von Familie und Beruf und Fachkräftegewinnung entscheidend.
Der bedarfsgerechte Ausbau des Krippen- und Betreuungsangebots wurde weiterverfolgt. Gleichzeitig mussten demografische Entwicklungen, Personalfragen, pädagogische Qualität, Inklusion und finanzielle Rahmenbedingungen berücksichtigt werden. Das machte Kita-Politik besonders anspruchsvoll.
Entwicklungskonzepte für Kindertagesstätten wurden bearbeitet. Hieraus ist das Kita-Chancenprogramm 2030 entstanden. Kitas brauchen gute Räume, sichere Gebäude, moderne Ausstattung und verlässliche Strukturen. Gerade in älteren Gebäuden zeigt sich, wie wichtig kontinuierliche Investition und vorausschauende Planung sind.
Die Zusammenarbeit zwischen städtischen Kindertagesstätten und Grundschulen wurde gestärkt. Übergänge von der Kita in die Schule sind für Kinder und Familien besonders wichtig. Deshalb war es richtig, Betreuung, Bildung und Übergänge stärker zusammenzudenken.
Die freien Träger wurden weiter unterstützt. Wolfenbüttel sichert sein Betreuungsangebot nicht allein durch städtische Einrichtungen. Die Zusammenarbeit mit freien und kirchlichen Trägern bleibt ein wesentlicher Bestandteil der Betreuungslandschaft.
Auch der inklusionsgerechte Ausbau wurde im Kita-Bereich weiterverfolgt. Kinder mit unterschiedlichen Voraussetzungen brauchen gute Teilhabechancen. Dafür braucht es Räume, Personal, Konzepte und eine klare Haltung.
Bilanz: Wolfenbüttel hat die Kita-Landschaft stabilisiert und weiterentwickelt. Betreuungsausbau, Sanierung, Trägerzusammenarbeit, Übergänge zur Grundschule und Inklusion wurden als zusammenhängende Aufgaben bearbeitet.
04 Wirtschaft und Finanzen
Die Finanzlage der Kommunen hat sich in den Jahren 2021 bis 2026 deutlich verschärft. Inflation, Energiepreise, Tarifsteigerungen, Baukosten, wachsende Pflichtaufgaben und steigende Standards haben auch Wolfenbüttel belastet. Deshalb wurde Finanzpolitik zu einer zentralen Steuerungsaufgabe.
Die Haushaltskonsolidierung wurde unter Berücksichtigung der Krisenfolgen konsequent mit der Agenda 20230 angegangen. Investitionen wurden stärker priorisiert, Maßnahmen wurden überprüft und die finanzielle Tragfähigkeit rückte stärker in den Mittelpunkt. Dabei ging es nicht um pauschales Kürzen, sondern um verantwortungsvolle Steuerung.
Die Agenda 2030 wurde als strategischer Konsolidierungsansatz entwickelt. Sie steht für den Anspruch, den Haushalt strukturiert zu stabilisieren, Prioritäten sichtbar zu machen und die finanzielle Handlungsfähigkeit der Stadt zu sichern.
Auch die städtischen Beteiligungen wurden stärker in die Gesamtsteuerung einbezogen. Stadtwerke, Klinikum, Stadtbetriebe, ABW und weitere Beteiligungen sind zentrale Teile kommunaler Daseinsvorsorge. Sie stehen für Energie, Gesundheit, Wohnen, Infrastruktur und Versorgung. Deshalb war es richtig, den Konzern Stadt stärker strategisch zu betrachten.
Das Klinikum wurde in einer schwierigen bundespolitischen und finanziellen Lage weiter begleitet. Die Sicherung der medizinischen Versorgung, die Entwicklung ambulanter Strukturen und die wirtschaftliche Stabilisierung waren wichtige Aufgaben der Amtszeit.
Fördermittelakquise und Projektsteuerung wurden ebenfalls wichtiger. In Zeiten knapper Kassen muss die Stadt Fördermöglichkeiten nutzen, Projekte sauber vorbereiten und Investitionen gut priorisieren.
Bilanz: Wolfenbüttel hat seine Finanzsteuerung geschärft, Konsolidierung eingeleitet, Investitionen priorisiert, Fördermittel stärker berücksichtigt und die städtischen Beteiligungen als Teil der Gesamtverantwortung des Konzerns Stadt gesteuert.
Wirtschaftsförderung wurde in den Jahren 2021 bis 2026 stärker als aktive Standortpolitik verstanden. Wolfenbüttel braucht starke Unternehmen, sichere Arbeitsplätze, Gewerbeflächen, Gründungen, Fachkräfte, eine lebendige Innenstadt und eine gute Verbindung zu Wissenschaft und Region.
Der Austausch mit der Wirtschaft wurde gestärkt. Bestandspflege, direkte Gespräche, Standortmarketing und die Unterstützung bestehender Unternehmen waren wichtige Bausteine. Wirtschaftsförderung beginnt nicht erst bei Neuansiedlungen. Sie beginnt bei den Unternehmen, die bereits in Wolfenbüttel investieren, ausbilden und Arbeitsplätze sichern.
Die Gewerbeflächenentwicklung wurde weiterverfolgt. Das Gewerbegebiet West, die Prüfung interkommunaler Kooperationen und die Perspektiven weiterer Gewerbestandorte waren wichtige Themen. Wirtschaftliche Entwicklung braucht Flächen, Erschließung, Planungssicherheit und regionale Abstimmung.
Die Vernetzung mit der Ostfalia wurde als Standortvorteil verstanden. Wissenschaft, Fachkräfte, Gründungen und Innovation gehören zur wirtschaftlichen Zukunft Wolfenbüttels. Die Verbindung von Hochschule, Wirtschaftsförderung, Gründungsszene und Stadtentwicklung wurde deshalb stärker in den Blick genommen.
Auch Innenstadt und Wirtschaftsförderung wurden stärker zusammengedacht. Pop-ups, Start-ups, Co-Working-Ideen, kreative Nutzungen und neue Geschäftsmodelle können Leerstände beleben und neue Frequenz schaffen. Innenstadtentwicklung und Wirtschaftsförderung greifen hier ineinander.
Die Wirtschaftsförderung von Stadt und Lankreis wurden verzahnt und gemeinsame Formate wie der „Wirtschaftsdialog“ entwickelt.
Die Marketingkampagne und die Außendarstellung Wolfenbüttels wurden ebenfalls weiterentwickelt. Ein starker Standort muss sichtbar sein: für Unternehmen, Fachkräfte, Besucherinnen und Besucher, Studierende und Familien.
Bilanz: Wolfenbüttel hat Wirtschaftsförderung aktiver ausgerichtet, den Austausch mit Unternehmen gestärkt, Gewerbeflächenentwicklung vorangebracht, die Ostfalia stärker eingebunden und Innenstadt, Gründung und Standortmarketing enger verbunden.
05 Soziale Stadt
Wolfenbüttel ist eine soziale Stadt. In den Jahren 2021 bis 2026 wurden Jugend, Senioren, Familien, Integration, Ehrenamt, freie Träger, Vereine und Glaubensgemeinschaften weiter unterstützt und vernetzt.
Die Jugendprojekte wurden fortgeführt und gestärkt. VeränderBar, Rockbüro, Jugendfreizeitzentrum, Spielplatzgestaltung, Kulturprojekte und das Summertime-Festival stehen für eine Jugendpolitik, die junge Menschen ernst nimmt. Jugendliche brauchen Räume, Beteiligung, Vertrauen und Angebote, die zu ihnen passen.
Das Jugendparlament wurde stärker in kinder- und jugendrelevante Entscheidungen einbezogen. Gerade bei Schulbau, Umwelt, Kultur, Freizeit und Stadtentwicklung ist die Perspektive junger Menschen wichtig. Beteiligung ist dann wirksam, wenn sie frühzeitig und konkret stattfindet.
Auch das Jugendfreizeitzentrum und jugendnahe Orte wurden weiterentwickelt. Treffpunkte, Sport- und Freizeitmöglichkeiten und jugendkulturelle Räume sind wichtig, damit junge Menschen ihre Stadt als eigenen Lebensraum erleben.
Die Seniorenarbeit wurde weiter gestärkt. Das Seniorenservicebüro, Beratung, Vernetzung und unterstützende Angebote leisten einen wichtigen Beitrag für Teilhabe, Selbstständigkeit und soziale Sicherheit im Alter.
Die Zusammenarbeit mit Wohlfahrtsverbänden, freien Trägern und Vereinen wurde i gefördert. Wolfenbüttel lebt vom Ehrenamt und von starken sozialen Netzwerken. Diese Strukturen tragen die Stadt besonders in Krisenzeiten.
Die Integrationsarbeit wurde fortgeführt. Wolfenbüttel steht für Vielfalt, Toleranz und ein respektvolles Zusammenleben. Integrationsinitiativen, interkulturelle Zusammenarbeit und klare Haltung gegen menschenfeindliche Entwicklungen wurden unterstützt.
Auch Familienzentren und stadtteilbezogene Ansätze wie das Quartierszentrum 15,7 in Linden wurden als wichtige Infrastruktur betrachtet und entwickelt. Soziale Arbeit muss nah bei den Menschen sein. Quartiere, Familien, Kinder, Jugendliche und ältere Menschen brauchen erreichbare Angebote.
Bilanz: Wolfenbüttel hat Jugend, Senioren, Familien, Integration, Ehrenamt, Vereine und freie Träger gestärkt. Die Stadt hat sozialen Zusammenhalt konkret gefördert und Vielfalt als Stärke verstanden.
06 Sport und Freizeit
Sport und Freizeit stehen in Wolfenbüttel für Leidenschaft, Gesundheit und Gemeinschaft. In den Jahren 2021 bis 2026 wurden Vereine, Sportanlagen, Sportveranstaltungen und neue Bewegungsangebote weiter unterstützt.
Die Förderung des Breiten- und Spitzensports wurde fortgeführt. Sportvereine leisten Jugendarbeit, Integration, Gesundheitsförderung und Ehrenamtsarbeit. Deshalb ist ihre Unterstützung eine Investition in den Zusammenhalt der Stadt.
Die bedarfsgerechte Sanierung städtischer Sportanlagen wurde stärker in den Blick genommen. Viele Anlagen werden intensiv genutzt und brauchen kontinuierliche Pflege, Modernisierung und Weiterentwicklung. Dabei ging es um klassische Sportstätten ebenso wie um neue Anforderungen und Nutzungsformen.
Kunstrasenplätze und ganzjährig nutzbare Sportflächen wurden als wichtige Themen bearbeitet etliche Flutlichtanlage wurden ausgetauscht oder in Stand gesetzt. Gerade für Vereine, Jugendmannschaften und den Trainingsbetrieb sind belastbare Sportflächen entscheidend.
Neue Sporttrends und private Sportinitiativen wurden weiter unterstützt. Sport verändert sich. Neben klassischen Vereinsangeboten gewinnen informelle Bewegungsangebote, Outdoor-Sport und jugendnahe Trends an Bedeutung.
Sportveranstaltungen wie Stadtlauf und LSV-Triathlon wurden als Standort- und Gemeinschaftsfaktoren gesehen. Sie bringen Menschen zusammen, stärken das Ehrenamt und machen Wolfenbüttel über die Stadtgrenzen hinaus sichtbar.
Solche Angebote verbinden Sport, Freizeit und Jugendkultur und schaffen niedrigschwellige Möglichkeiten für Bewegung.
Bilanz: Wolfenbüttel hat Sportvereine, Sportanlagen, Sportveranstaltungen und neue Freizeitangebote gestärkt. Sport wurde als Beitrag zu Gesundheit, Gemeinschaft, Jugendförderung und Stadtmarketing weiterentwickelt.
07 Kultur und Tourismus
Wolfenbüttel ist Kulturstadt. In den Jahren 2021 bis 2026 ging es zunächst darum, den Kulturbetrieb nach der Pandemie wieder zu stabilisieren und kulturelles Leben sichtbar zu machen. Das ist gelungen.
Kulturschaffende, freie Theatergruppen, Ensembles, Kunst- und Kulturinitiativen wurden weiter unterstützt. Kultur in Wolfenbüttel lebt nicht nur von großen Einrichtungen, sondern auch von vielen kleineren Initiativen, Vereinen, Projekten und engagierten Menschen.
Bestehende Marken und Formate wurden weiter gepflegt: Lessingstadt, Theatertradition, Musiktradition, Herzog August Bibliothek, Museen, Schloss, Altstadt und freie Szene. Diese kulturelle Vielfalt ist ein wesentliches Profil Wolfenbüttels.
Kultur hat auch einen gesellschaftlichen Vermittlungsauftrag. Hier wurde die literrische Woche ins Leben gerufen mit grandiosen Redner und Lesenden im Kontext der Demokratieförderung.
Der Kulturtourismus wurde weiter gestärkt. Wolfenbüttel bietet eine besondere Verbindung aus Geschichte, Baukultur, Literatur, Museen, Veranstaltungen, Gastronomie und Innenstadt. Kultur und Tourismus wurden deshalb stärker zusammen gedacht.
Auch das Bürgermuseum und die museale Arbeit blieben wichtige Bestandteile der Kulturstadt. Wissenschaftliche Schwerpunkte, Vermittlung, Erinnerung und Stadtgeschichte tragen dazu bei, die Identität Wolfenbüttels sichtbar zu machen. Hier hat es diverse regional beachtete Ausstellungen gegeben.
Bestehende Projekte wie das Rockbüro und weitere kulturbezogene Jugendangebote wurden fortgeführt. Damit wurde Kultur auch als Teil von Jugendförderung und Stadtleben verstanden.
Das Wassertourismuskonzept und touristische Entwicklungsansätze wurden als Teil der Freizeit- und Tourismusstruktur weiterverfolgt. Wolfenbüttel kann seine Lage, Geschichte und Natur stärker miteinander verbinden.
Bilanz: Wolfenbüttel hat Kultur nach der Pandemie stabilisiert, freie Kulturinitiativen unterstützt, kulturelle Marken gepflegt, Kulturtourismus gestärkt und Kultur als Teil der Stadtidentität weiter sichtbar gemacht.
08 Mitwirkung und Beteiligung
Mitwirkung und Beteiligung waren in den Jahren 2021 bis 2026 wichtige Bestandteile kommunaler Arbeit. Bürgerinnen und Bürger wollen informiert werden, ihre Sicht einbringen und erleben, dass Verwaltung und Politik erreichbar sind.
Die Ziele der Einwohnerbeteiligungssatzung wurden weiterverfolgt. Beteiligung wurde als laufender Prozess verstanden: bei Stadtentwicklung, Mobilität, Ortsteilen, Digitalisierung, Jugendfragen und vielen weiteren Themen.
Die kommunale Öffentlichkeitsarbeit wurde gestärkt. Gerade komplexe kommunale Themen brauchen klare, verlässliche und verständliche Kommunikation. Bürgerinnen und Bürger müssen nachvollziehen können, was entschieden wird, warum etwas dauert und welche Schritte folgen.
Formate wie „Frag den Bürgermeister“ und der direkte Austausch vor Ort haben dazu beigetragen, Anliegen früh aufzunehmen und die Distanz zwischen Rathaus und Bürgerschaft zu verringern.
„Rathausdialog“ und Veranstaltungen haben die Verbindung zwischen Verwaltung und Bürgerinnen und Bürgern gestärkt. Wolfenbüttel besteht aus vielen unterschiedlichen Vereinen, Feuerwehren, Dorfgemeinschaften und Nachbarschaften. Gute Beteiligung muss diese Vielfalt erreichen.
Auch integrierte Beteiligungsprozesse wurden weiterverfolgt. Bei Themen wie Mobilität, Wärmeplanung, Stadtentwicklung oder Ortsteilfragen ist es wichtig, Bürgerinnen und Bürger nicht erst am Ende einzubeziehen, sondern frühzeitig. Ein beachtetes Format ist das Klimaforum der Stadt.
Die Ortsräte wurden als wichtige Ebene der lokalen Selbstverwaltung gesehen. Sie kennen die Themen vor Ort, bringen lokale Perspektiven ein und sind wichtige Partner für Rat und Verwaltung. Hie wurden die Prozesse für Anfragen und Aufträge an die Verwaltung verbessert.
Bilanz: Wolfenbüttel hat Beteiligung, Öffentlichkeitsarbeit, Ortsteilgespräche, Jugendbeteiligung und direkte Austauschformate gestärkt. Der Dialog zwischen Rathaus und Bürgerschaft wurde sichtbarer und verbindlicher.
09 Digitalisierung und Verwaltungsmodernisierung
Digitalisierung und Verwaltungsmodernisierung (Verwaltung 2025) wurden in den Jahren 2021 bis 2026 deutlich vorangebracht. Dabei ging es nicht nur um Technik, sondern um bessere Abläufe, moderne Arbeitsplätze, schnellere Verfahren und eine Verwaltung, die mit wachsenden Anforderungen umgehen kann.
Das digitale Vorlagenwesen und digitale Workflows im Sitzungsdienst wurden weiterentwickelt. Gremienarbeit, Vorlagen, Abstimmungen und Informationswege wurden dadurch moderner und effizienter.
Die Ausstattung der Gremien und der Verwaltung mit digitalen Arbeitsmitteln wurde verbessert. Moderne Verwaltung braucht verlässliche Technik, einheitliche Standards und Arbeitsplätze, die digitales Arbeiten ermöglichen.
Auch Antrags-, Genehmigungs- und interne Verwaltungsprozesse wurden digitaler. Dazu gehörten unter anderem Rechnungswesen, Sitzungsdienst, Kita-Anmeldung und weitere Verwaltungsdienstleistungen.
Das digitale Anmeldeverfahren in Kindertagesstätten wurde als serviceorientierter Baustein vorangebracht. Familien erwarten verständliche und erreichbare Verfahren. Digitalisierung muss den Alltag erleichtern.
Die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes wurde in möglichst vielen Dienstleistungsbereichen bearbeitet. Nicht jeder Prozess ist gleich weit. Aber die Verwaltung hat die Richtung klar eingeschlagen: mehr digitale Zugänge, weniger Medienbrüche, bessere Erreichbarkeit.
Change-Management, New Work, Arbeitsplatzstandards, Belastungsfaktoren und Fachkräftegewinnung wurden stärker thematisiert. Digitalisierung funktioniert nur, wenn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mitgenommen werden und die Organisation sich weiterentwickelt.
Auch die Reorganisation der Verwaltung gehört in diese Bilanz. Zuständigkeiten, Abläufe, Führung, Projektsteuerung und Entscheidungswege wurden stärker überprüft. Ziel war eine Verwaltung, die nicht nur reagiert, sondern besser steuert und umsetzt.
Bilanz: Wolfenbüttel hat Digitalisierung zur Führungsaufgabe gemacht. Digitale Verfahren, digitales Vorlagenwesen, moderne Arbeitsmittel, Kita-Anmeldung, OZG-Umsetzung, Change-Management und Verwaltungsorganisation wurden sichtbar weiterentwickelt.
10 Krisenbewältigung – Sicherheit und Ordnung
Sicherheit, Ordnung und Krisenfestigkeit haben in den Jahren 2021 bis 2026 deutlich an Bedeutung gewonnen. Pandemie, Energiekrise, Extremwetter, Hochwasser, Cyberrisiken und internationale Krisen haben gezeigt: Eine Stadt muss auch in besonderen Lagen funktionieren.
Die Freiwilligen Feuerwehren wurden weiter gestärkt. Die konsequente Umsetzung des Feuerwehrbedarfsplans, Investitionen in Ausstattung, Fahrzeuge und Standorte sowie die Unterstützung des Ehrenamts waren zentrale Aufgaben. Feuerwehr ist Pflichtaufgabe, Sicherheitsversprechen und gelebtes Ehrenamt zugleich.
Krisenprävention und Krisenkommunikation wurden stärker bearbeitet. Besondere Lagen brauchen klare Abläufe, schnelle Informationen und abgestimmte Kommunikation. Deshalb wurden Alarmwege, Zuständigkeiten, Szenarien und interne Verfahren stärker in den Blick genommen.
Der Hochwasseralarmplan wurde überabeitet und aktualisiert und war Maßgebend, dass Weihnachten 2023 die Überschwemmung des Rosenwalls verhindert werden konnte.
Die Vernetzung mit Diensten des Zivil- und Katastrophenschutzes, Feuerwehr, Polizei, Rettungsdiensten und weiteren Akteuren wurde weitergeführt. Sicherheit entsteht durch Vorbereitung, Kooperation und klare Verantwortung.
Auch öffentliche Sicherheit und Ordnung blieben wichtige Themen. Sauberkeit, Aufenthaltsqualität, Kontrollen, Prävention und der Umgang mit Nutzungskonflikten im öffentlichen Raum wurden stärker priorisiert.
Die fach- und behördenübergreifende Arbeitsgruppe „Öffentliche Sicherheit und Ordnung“ wurde als wichtiger Ansatz fortgeführt und die Zusammenarbeit intensiviert. Gerade bei komplexen Sicherheits- und Ordnungsthemen braucht es Zusammenarbeit über Zuständigkeitsgrenzen hinweg.
Bilanz: Wolfenbüttel hat Feuerwehr, Krisenprävention, Krisenkommunikation, öffentliche Sicherheit, Ordnung und Sauberkeit gestärkt. Die Stadt wurde widerstandsfähiger und handlungsfähiger für besondere Lagen.
11 Region und Zusammenarbeit
Viele kommunale Herausforderungen enden nicht an der Stadtgrenze. In den Jahren 2021 bis 2026 wurde deshalb die Zusammenarbeit mit Landkreis, kreisangehörigen Gemeinden, Oberzentren und Regionalverband weiter gestärkt.
Die Kooperation mit Braunschweig, Wolfsburg und dem Regionalverband spielte besonders bei Gewerbeflächen, Tourismus, Verkehr, Wirtschaft und regionaler Entwicklung eine Rolle. Wolfenbüttel ist Teil einer starken Region und muss seine Interessen dort aktiv einbringen.
Auch die Zusammenarbeit mit dem Landkreis und den kreisangehörigen Gemeinden wurde weiterverfolgt. Themen wie Hochwasserwarnung, Vergabe und Beschaffung zeigen, dass gemeinsame Lösungen oft sinnvoller sind als isolierte Einzelwege.
Interkommunale Kooperation wurde stärker als praktische Antwort auf begrenzte Ressourcen verstanden. Verwaltungen stehen überall vor ähnlichen Herausforderungen: Fachkräftemangel, Digitalisierung, komplexe Verfahren, steigende Standards und finanzielle Belastungen. Gemeinsame Strukturen können helfen, Qualität zu sichern und Ressourcen besser einzusetzen.
Auch im Bereich Gesundheit wurde regionale Zusammenarbeit wichtiger und Kooperation mit den kommunal getragenen Krankenhäusern in Braunschweig und Wolfsburg abgeschlossen. Das Klinikum Wolfenbüttel wurde in einer schwierigen bundesweiten Lage gestützt um wird mit dem „Zukunftsprogramm“ weiterentwickelt. Die neue Notaufnahme und eine Pflegeschule sind u.a. entstanden. Die Sicherung der medizinischen Versorgung vor Ort und die Zusammenarbeit mit regionalen Partnern mit dem Ausbau des MVZ waren zentrale Aufgaben.
Wirtschaftsförderung, Fachkräftegewinnung, Ostfalia, Gewerbeflächenentwicklung und Tourismus wurden ebenfalls stärker regional betrachtet. Wolfenbüttel kann seine Stärken besser entfalten, wenn Stadt, Landkreis, Hochschule, Unternehmen und regionale Partner zusammenarbeiten.
Bilanz: Wolfenbüttel hat regionale und interkommunale Zusammenarbeit gestärkt. Kooperationen mit Landkreis, Nachbarkommunen, Oberzentren, Regionalverband und weiteren Partnern wurden als praktische Antwort auf gemeinsame Herausforderungen weiterentwickelt.
Programm für Wolfenbüttel 2021
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Weitere InformationenProgrammübersicht Wahlkampf 2021
01 Stadtentwicklung und Innenstadt
- Fortschreibung des Einzelhandelsentwicklungskonzeptes und Aktualisierung des Leerstandskatasters
- Einrichtung eines Quartiers- und Innenstadtmanagements
- Unterstützung bei der Ansiedlung fehlender Branchen durch das Quartiersmanagement
- Initiierung Eigentümerdialog und Entwicklung gemeinsamer Initiativen
- Umsetzung eines aktiven Leerstandsmanagements durch Anmietung von Ladenlokalen
- Unterstützung von Pop-Ups & Start-Ups in Handel und Kultur
- Bereitschaft zum Zwischenerwerb von Grundstücken zur Entwicklung von Leerständen
- Unterstützung zur Verbesserung der digitalen Sichtbarkeit für Dienstleister und Einzelhandel
- Sanierung der Fußgängerzone und Schaffung von Aufenthaltsflächen mit Sitzgelegenheiten und Grüninseln
- Aufstellung eines Gestaltungs- und Möblierungskonzeptes und eines ganzjährigen Themenkonzepts zur saisonalen Stadtverschönerung
- Erarbeitung eines Vorschlags für den Wochenmarkt Motto „Die Markthalle ohne Dach“ (z.B. durch flankierende Eventangebote oder als Feierabendmarkt)
- Umsetzung und Unterstützung gemeinschaftlicher Wohnprojekte und Initiativen zur Stärkung des Wohnens in der Innenstadt u.a. als genossenschaftlich getragene Initiativen der Bürgerinnen und Bürger.
- Aufstellung eines Gestaltungs- und Möblierungskonzeptes und Umsetzung eines ganzjährigen Themenkonzeptes zur saisonalen Stadtverschönerung (z.B. Winterzauber, Gartenflair, Sommer…, Herbst…)
- Regelmäßige Kultur- und Veranstaltungsangebote im Umfeld des Wochenmarktes und der zentralen Handelslagen (Kulturinseln) sowie Prüfung der Umsetzung eines Feierabendmarktes sowie Attraktivierung der Aufenthaltsqualität.
- Fertigstellung der Sanierung der Fußgängerzone und Instandsetzung sowie Abschluss der Sanierung „Freiheit und Dammfeste“
- Stärkung des Wohnens in der Innenstadt und Förderung eines gemeinschaftlichen Wohnprojektes
- Unterstützung bei der Aufstellung von Nutzungskonzepten für Gebäude und nicht gewinngeleitete Organisationen wie Genossenschaften
- Anbahnung von Kooperationen mit der Wohnungswirtschaft u.a. für die Innenstadt
- Fortführung des Programms zur Umsetzung bezahlbaren Wohnraums und Aktualisierung des Wohnraumversorgungskonzeptes
- Umsetzung des Baulandbeschlusses
- Überprüfung und Ausbau der Förderung der Kleingartenanlagen der Stadt insbesondere bei größeren Instandsetzungs- und Sanierungsvorhaben
- Umsetzung des Wohnprojektes Samson-Schule gemeinsam mit der Moses-Mendelson-Stiftung
- Entwicklung der Baugebiete in Groß Stöckheim und Adersheim sowie bedarfsorientierte Baulandentwicklung als Angebot für Familien
- Der Flächennutzungsplan wird nur bedarfsgerecht aktualisiert
02 Umwelt und Mobilität
- Umsetzung energieeffizienter Quartierskonzepte bei Stadtentwicklungsmaßnahmen oder Sanierungsvorhaben städtischer Liegenschaften
- Energetische Sanierung kommunaler Liegenschaften, Umsetzung eines Regenerative-Energien-Konzeptes sowie Energiemanagement
- Umsetzung von Parkentwicklungs- und Pflegekonzepten für die Wallanlagen und den Seeliger-Park
- Prüfung der Umsetzung der Maßnahmen aus dem Forderungspapier Fridays for Future
- Entwicklung eines Flächenkonzeptes für Entwicklungs- und Ausgleichsmaßnahmen
- Ausweitung der Blühflächen auf städtischen Flächen
- Umsetzung eines Pfandsystems für die Gastronomie zur Vermeidung von Plastikmüll
- Baumpatenschaften für die Anpflanzung von Bäumen prüfen
- Umsetzung des Klimaschutzmanagements
- Fairtrade ist das Bekenntnis zur Vernetzung von Akteurinnen und Akteuren. Ich möchte mit Ihnen gemeinsam für den fairen Handel noch mehr zu erreichen -Sensibilisieren und Vernetzen für einen verantwortungsvollen Konsum, ressourcengerecht und über Grenzen hinweg für Menschen die mit uns Arbeiten.
- Kooperation mit der Ostfalia u.a. mit der Professur Radverkehrsmanagement oder bei der Entwicklung von Forschungsprojekten zur Wasserkraft – u.a. Juliuswehr
- Weiter Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung, die berücksichtigt werden müssen.
- Aufstellung eines integrierten Mobilitätskonzeptes für die Stadt
- Umsetzung eines Lasten-, Elektrofahrrad-, und/oder eines E-Scooter-Verleihs
- Entschlossene Umsetzung des Buskonzeptes und Attraktivitätssteigerung des Öffentlichen Personennahverkehrs
- Aufstellung und Umsetzung eines Radwegeprogramms u.a. zur besseren Anbindung der Ortsteile und Ausweisung von Fahrradzonen
- Nennenswerte Erhöhung der Mittel für den Wegebau
- Unterstützung von Initiativen zur Umsetzung von Maßnahmen für den Ausbau der Wasserstofftechnologie
- Umsetzung eines digitalen Parkleitsystems und Erhalt der innerstädtischen Parkmöglichkeiten
- Fortführung des Ausbaus der Ladeinfrastruktur für E-Mobilität
- Umstellung des kommunalen Fuhrparks, soweit möglich, auf E-Mobilität
- Einsatz für eine zügige Umsetzung des Bahnhaltepunktes in Wendessen
- Abschaffung des Bürgermeisterdienstwagens
- Förderung des Radfahrens in der Belegschaft der Verwaltung (Dienstfahrräder)
- Umsetzung von Mobilitätskonzepten für die Baugebiete
- Aufstellung einer Stellplatzsatzung
03 Bildung, Schule & Betreuung
- Erhaltung und Stabilisierung des breiten Bildungsangebotes sowie Stärkung der Zusammenarbeit auf allen Ebenen z.B. Vernetzung mit der Ostfalia zur Fachkräftegewinnung
- Umsetzung des Digitalpaktes in den Schulen
- Vernetzung der Bildungsträger (u.a. Ostfalia und Herzog-August-Bibliothek) mit den weiterführenden Schulen
- Unterstützung bei der Umsetzung einer Lösung für die Stipendiatenunterbringung der Herzog-August-Bibliothek
- Umsetzung der Sanierung der Wilhelm-Raabe-Schule und Ausbau für den Ganztagsbetrieb
- Abschluss Sanierung Gymnasium im Schloss und Planung Ergänzungsbau (Campus-Apfelgarten)
- Umsetzung einer Initiative zur Schaffung gleichwertiger Betreuungsverhältnisse im Ganztagsbetrieb
- Initiierung Modellprojekt verlässliche Ganztagsschule
- Aufstellung eines Sanierungskonzeptes für die Schulhöfe
- Fortführung des inklusionsgerechten Ausbaus
- Bedarfsgerechter Ausbau des Krippen- und Betreuungsangebotes
- Umsetzung von Sanierungs- und Entwicklungskonzepten für die Kindertagesstätten
- Ausbau der Betreuungsplätze in der Innenstadt
- Standortkonzept Kita-Karlstraße und Grundschule Karlstraße
- Unterstützung der freien Träger beim Ausbau ihres Betreuungsangebotes
- Stärkung der Zusammenarbeit zwischen den städtischen Kindertagesstätten und Grundschulen
- Fortführung des inklusionsgerechten Ausbaus
04 Wirtschaft und Finanzen
- Unterstützung der Projektagentur und deren Fördermittel-Akquise
- Haushaltssicherung unter Berücksichtigung der Pandemiefolgen mit dem Ziel der Konsolidierung und Überprüfung der Investitionen sowie Priorisierung aller Maßnahmen
- Bildung von Rücklagen
- Keine Experimente – ausschließlich Einsatz nicht riskanter Finanzinstrumente zur Erhaltung der Wirtschaftskraft
- Kein Outsourcing städtischer Betriebe und Gesellschaften und keine Veräußerung von kommunalen Beteiligungen
- Weiterentwicklung des städtischen Klinikums als medizinisches Versorgungszentrum
- Unterstützung bei der Erschließung neuer Geschäftsfelder für die kommunalen Beteiligungen
- Key-Account Management zur Stärkung der Wirtschaftsförderung und Verbesserung des Austauschs mit der Wirtschaft
- Vernetzung mit der Ostfalia und Förderung von Existenzgründungsinitiativen in der Stadt
- Unterstützung der Entwicklung eines Kreativ-Hubs in der Innenstadt z.B. als Co-Working-Space für Gründungsinitiativen
- Regionale und interkommunale Kooperation stärken und Vereinbaren
- Umplanung des Gewerbegebietes West und Abschluss der Prüfung der interkommunalen Kooperation zur Erweiterung
- Erhalt des Arbeitsplatzbonus für den Erwerb von Grundstücken im Gewerbegebiet West
- Fortentwicklung und Relaunch der Marketingkampagne
05 Soziale Stadt
- Fortsetzung aller partizipativen Jugendprojekte u.a Veränderbar, Rockbüro, Gestaltung der Spielplätze und Ausbau der Förderung für Kulturprojekte wie das Summertime-Festival
- Systematische Einbindung des Jugendparlaments bei kinder- und jugendrelevanten Entscheidungen (Schulbauvorhaben, umweltrelevanten Themen, Kultur, Freizeit)
- Aufstellung eines Sanierungskonzeptes für das Jugendfreizeitzentrum
- Verbesserung der Ausstattung des Trashparks und Herrichtung eines BMX-obstacle-course.
- Fortführung und Stärkung der Arbeit des Seniorenservicebüros
- Intensivierung der Zusammenarbeit mit den Wohlfahrtsverbänden und Trägern ehrenamtlichen Engagements – z.B. bei der Umsetzung betreuten Wohnens
- Einbindung, Vernetzung und Stärkung der Zusammenarbeit mit freien Trägern und Vereinen
- Fortsetzung der Integrationsarbeit – Wolfenbüttel ist vielfältig und tolerant!
- Förderung von Integrationsinitiativen und Kampagnen zur Vermeidung menschenfeindlicher und rassistischer Entwicklungstrends sowie der interkulturellen Zusammenarbeit
- Schaffung bzw. Fortentwicklung eines stadtteilbezogenen Familienzentrums West
- Unterstützung der Glaubensgemeinschaften bei der Entwicklung ihrer Standorte für die Seelsorge und Religionsausübung
06 Sport und Freizeit
- Sport als Standort- und Marketingfaktor fortentwickeln
- Evaluierung des Sportentwicklungskonzeptes
- Stärkerer Fokus auf die bedarfsgerechte Sanierung der städtischen Sportanlagen
- Schaffung weiterer Kunstrasenplätze
- Fortführung der Förderung des Breiten- und Spitzensportes
- Fortführung der Förderung neuer Sporttrends und privater Sportinitiativen
- Unterstützung von Sportveranstaltungen (z.B. Stadtlauf)
- Förderung der Strahlkraft regional bedeutsamer Sportveranstaltungen (z.B. Stadtlauf und LSV-Triathlon)
- BMX Parcour einrichten bzw. Standort für BMX obstacle course festlegen
07 Kultur und Tourismus
- Unterstützung bei der Wiederaufnahme des Kulturbetriebes während der Pandemie
- Förderung des Kulturtourismus
- Stärkung und Ausbau der bestehenden Marken und Formate in den Schwerpunkten Lessingstadt, Theatertradition und Musiktradition
- Vernetzung mit Kulturschaffenden verbessern und Entwicklung gemeinsamer Projekte
- Bestehende Projekte fortführen – z.B. Rockbüro
- Umsetzung der thematischen Schwerpunkte des wissenschaftlichen Beirates für das Bürgermuseum
- Fortführung der Förderung freier Theatergruppen, Ensembles und Kunst-/Kulturinitiativen wie z.B. TonArt, kleine bühne Wolfenbüttel sowie Angebote des Kunstvereins oder Kunstausstellungen im Schloss
- Umsetzung des Wassertourismuskonzeptes
08 Mitwirkung und Beteiligung
- Umsetzung der Ziele der Einwohnerbeteiligungssatzung
- Fortführung und Stärkung der kommunalen Öffentlichkeitsarbeit – Schaffung einer eigenständigen Abteilung Öffentlichkeitsarbeit und Bündelung aller Informationsformate
- Themen-Marktplatz für Bürgerinnen und Bürger mit regelmäßigen Ständen für den Austausch
- Rathaus vor Ort – Veranstaltungen zu relevanten Themen in den Ortsteilen
- Prüfung der Einrichtung eines Bürgerrates als ständiges Beteiligungsgremium für relevante Entscheidungen der Stadt nach der Fallstudie „Bürgerbeirat“
- Aktive und kooperative Umsetzung von integrierten Bürgerbeteiligungsprozessen zu relevanten Themen und Vorschlägen aus der Bürgerschaft wie Digitalisierung, Mobilitätskonzept
- Einführung und Umsetzung einer digitalen Beteiligungsplattform
- Stärkung der Selbstverwaltung der Ortsräte
09 Digitalisierung und Verwaltungsmodernisierung
- Aufstellung eines Masterplans Digitalisierung
- Bereitstellung erforderlicher Ressourcen für die Umsetzung
- Digitalisierung – Vorlagenwesen, Rechnungswesen, Antrags- und Genehmigungsprozesse anpassen
- Umsetzung eines digitalen Workflows im Sitzungsdienst und Ausstattung der Gremien mit mobilen Endgeräten
- Festlegung von Ausstattungsstandards für die Mitarbeiter-Arbeitsplätze
- Umsetzung digitales Anmeldeverfahren in Kindertagesstätten
- Change-Management gemeinsam mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern initiieren
- Umsetzung „New Work“ in der Verwaltung – Leben und Arbeiten
- Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes für möglichst viele Dienstleistungsbereiche
- Umsetzung digitales Antragsverfahren Bauanträge
- Belastungsfaktoren ermitteln und Maßnahmen ergreifen
- Fachkräftegewinnung fördern und Bildungsförderung ausbauen
10 Krisenbewältigung – Sicherheit und Ordnung
- Stärkung der freiwilligen Feuerwehren in der Stadt durch konsequente Umsetzung der Empfehlungen des Feuerwehrbedarfsplans
- Umsetzung eines Konzeptes zur Krisenprävention und Kommunikation einschließlich Vernetzung mit allen Diensten des Zivil- und Katastrophenschutzes
- Fach- und behördenübergreifende Arbeitsgruppe „Öffentliche Sicherheit und Ordnung“ fortführen
11 Region und Zusammenarbeit
- Stärkung der Zusammenarbeit mit den Oberzentren (BS, WOB) und dem Regionalverband bei der Entwicklung und Umsetzung von Gewerbeflächen und der Tourismusförderung
- Stärkung der Zusammenarbeit mit dem Landkreis und den kreisangehörigen Gemeinden – z.B. Umsetzung eines gemeinsamen Hochwasserwarnsystems oder der Entwicklung der zentralen Vergabe
- Identifizierung weiterer interkommunaler Kooperationsmöglichkeiten z.B. im Beschaffungswesen aber auch bei planerischen Herausforderungen, u.a. bei der Schaffung eines Bodenfonds oder der Umsetzung von Ausgleichsflächenpools
„Im Auftrag der Bürgerinnen und Bürger ist die Entscheidung des Rates der Stadt Wolfenbüttel der Maßstab allen Handelns des Bürgermeisters.“