DEINE STADT. DEINE STIMME.
ZU DEN ERGEBNISSEN DER UMFRAGE

IVICA LUKANIC: „Was uns Menschen in Wolfenbüttel bewegt – und wie daraus ein Wahlprogramm entsteht“

Mehr als 300 Wolfenbüttelerinnen und Wolfenbütteler haben sich an der Umfrage „Deine Stadt. Deine Stimme.“ des parteilosen Bürgermeisterkandidaten Ivica Lukanic beteiligt. Die Ergebnisse zeichnen ein deutliches Bild. Die Menschen wünschen sich eine lebendige Innenstadt, mehr Sicherheit und Sauberkeit, eine funktionierende Infrastruktur sowie gute Bedingungen für Kinder und Familien. Lukanic hat die Antworten in die Weiterentwicklung seines Wahlprogramms einbezogen. Deshalb bezeichnet er den „Wolfenbüttel-Vertrag 2026–2034“ als ein Programm der Bürgerinnen und Bürger.

Auf die Frage, was Wolfenbüttel besonders macht, wurde ein Begriff mit Abstand am häufigsten genannt: Heimat. Damit verbinden die Teilnehmenden die historische Altstadt und das Fachwerk, die überschaubare Größe der Stadt, kurze Wege, Kultur, Gemeinschaft und das Gefühl, einander noch zu kennen. Viele Menschen beschreiben Wolfenbüttel als lebenswert und familiär.

Für Lukanic liegt darin der Kern dessen, was geschützt und zugleich weiterentwickelt werden muss. Heimat bleibe nicht allein dadurch stark, dass Bestehendes bewahrt werde. Entscheidend sei, dass Menschen weiterhin gerne in Wolfenbüttel leben, arbeiten, einkaufen und ihre Kinder großziehen können. Veränderungen betrachtet der Bürgermeisterkandidat deshalb nicht grundsätzlich als Bedrohung, sondern als Voraussetzung dafür, dass die Stadt auch künftig lebenswert bleibt.

Die Umfrage ist keine repräsentative wissenschaftliche Erhebung. Sie vermittelt jedoch ein umfangreiches Stimmungsbild von mehreren Hundert Menschen, die konkrete Erwartungen, Kritik und Ideen formuliert haben. „Für mich sind diese Antworten ein klarer Arbeitsauftrag“, sagt Lukanic.

Innenstadt und Wirtschaft: 65 Prozent erwarten Bewegung

Mit 65 Prozent steht der Bereich „Stadtentwicklung, Innenstadt und Wirtschaft“ an der Spitze der genannten Prioritäten. Für Lukanic ist dieses Ergebnis nicht überraschend. Die Innenstadt sei weit mehr als eine Einkaufsstraße. Sie sei das gemeinsame Wohnzimmer der Stadt, ein Treffpunkt und zugleich Wolfenbüttels Visitenkarte. Hier entscheide sich, ob die Stadt lebendig wirke oder Leerstände und fehlende Angebote das Bild bestimmten.

Viele Teilnehmende wünschen sich mehr Geschäfte und Gastronomie, weniger Leerstand und eine höhere Aufenthaltsqualität. Gleichzeitig soll die historische Altstadt ihren besonderen Charakter behalten. Nach Ansicht von Lukanic gehören beide Ziele zusammen. Die Innenstadt dürfe weder zu einem Museum werden noch dürfe Wolfenbüttel darauf warten, dass der Einzelhandel früherer Jahrzehnte zurückkehre. Benötigt würden neue Nutzungen, mehr Wohnen, Kultur und Dienstleistungen sowie gute Orte der Begegnung.

„Leerstand ist kein Schicksal. Wir müssen Eigentümer ansprechen, neue Konzepte ermöglichen und Menschen einen Grund geben, in die Innenstadt zu kommen“, betont Lukanic.

Dazu gehört für ihn eine aktive Wirtschaftsförderung. Mittelstand, Handwerk, Handel und Gastronomie schaffen Arbeitsplätze und tragen zur Lebensqualität bei. Die Verwaltung müsse gegenüber Unternehmen und Menschen mit neuen Ideen erreichbar, verbindlich und lösungsorientiert handeln.

Sicherheit, Ordnung und Sauberkeit: 64 Prozent wollen Konsequenz

Fast gleichauf folgt mit 64 Prozent der Bereich „Sicherheit, Ordnung und Sauberkeit“. Das Ergebnis ist eindeutig. Die Menschen wollen sich auf Straßen, Plätzen und in Parks sicher fühlen – am Tag und am Abend. Ebenso wünschen sie sich saubere öffentliche Räume, gepflegte Grünanlagen und Regeln, die nicht nur auf dem Papier stehen.

Sicherheit beginnt für Lukanic mit sichtbarer Präsenz. Deshalb brauche Wolfenbüttel einen konsequenten kommunalen Ordnungsdienst, eine enge Zusammenarbeit mit der Polizei, eine gute Beleuchtung und den genauen Blick auf Orte, an denen sich Menschen unsicher fühlen. Hinweise auf Drogen, Belästigungen oder Vermüllung müssten ernst genommen und nachvollziehbar bearbeitet werden.

„Wer einen Ort aus Angst meidet, verliert ein Stück Freiheit“, sagt Lukanic. Auch Sauberkeit sei keine Nebensache. Die Stadt müsse schneller reagieren und bei wiederholten Verstößen konsequent handeln. Gleichzeitig blieben saubere öffentliche Räume eine gemeinsame Aufgabe der gesamten Stadtgesellschaft.

„Eine lebenswerte Stadt erkennt man nicht nur an großen Projekten. Man erkennt sie an sicheren Wegen, sauberen Plätzen und daran, ob Probleme im Alltag tatsächlich gelöst werden.“

Mobilität und Infrastruktur: 52 Prozent verlangen Lösungen

Mobilität und Infrastruktur erreichen in der Umfrage 52 Prozent. Genannt werden bessere Radwege, sanierte Straßen und Gehwege, ein verlässlicher Nahverkehr, sichere Schulwege, Barrierefreiheit und ausreichend Parkmöglichkeiten. Für Lukanic stehen diese Wünsche nicht zwangsläufig im Widerspruch. Mobilität müsse für unterschiedliche Lebenslagen funktionieren.

Der Bürgermeisterkandidat wendet sich gegen eine Verkehrspolitik, die Menschen gegeneinander ausspielt. Autofahrer benötigten erreichbare Ziele und sinnvolle Parkmöglichkeiten. Fußgänger, Radfahrer sowie Menschen mit Rollator oder Rollstuhl seien auf sichere und intakte Wege angewiesen. Fahrgäste erwarteten verlässliche Verbindungen im öffentlichen Nahverkehr. Dabei müssten die Ortsteile ebenso berücksichtigt werden wie die Kernstadt.

Der entscheidende Maßstab lautet für Lukanic: Was verbessert den Alltag konkret? Straßen, Brücken und Wege müssten nach nachvollziehbaren Prioritäten instandgesetzt und Gefahrenstellen beseitigt werden.

Kitas und Schulen: heute in die Zukunft investieren

39 Prozent der Teilnehmenden nennen Kitas und Schulen als wichtigen Schwerpunkt. In den freien Antworten wird noch deutlicher, was Familien erwarten: verlässliche Betreuung, gute Gebäude, moderne Ausstattung, sichere Schulwege und echte Chancen für alle Kinder.

„Kinder sind nicht nur unsere Zukunft. Sie leben heute in dieser Stadt – und sie brauchen heute gute Bedingungen“, erklärt Lukanic.

Kitas, Schulen und Ganztagsangebote haben deshalb in seinem Wahlprogramm Priorität. Der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung müsse verlässlich fortgeführt werden. Die Gebäude benötigten zeitgemäße Bedingungen. Verlässliche Betreuung entstehe jedoch nicht allein durch Räume, sondern vor allem durch Personal und funktionierende Abläufe.

Auch die Bedürfnisse Jugendlicher spiegeln sich in den Antworten wider. Sie wünschen sich Räume, Veranstaltungen und echte Möglichkeiten zur Mitwirkung. Angebote für junge Menschen sollen daher nicht allein für sie, sondern gemeinsam mit ihnen entwickelt werden. Davon profitiere die gesamte Stadt, denn ein attraktives Umfeld für junge Menschen sei zugleich ein wichtiger Standortfaktor für Familien und Unternehmen.

Klima, Zusammenhalt und Lebensqualität

34 Prozent der Befragten nennen Klima und Umwelt als besonders wichtig. Die offenen Antworten verbinden das Thema unmittelbar mit dem Alltag: mehr Schatten und Stadtgrün, weniger Versiegelung, Hochwasserschutz, Fassadenbegrünung, Trinkwasserangebote und ein besserer Umgang mit sommerlicher Hitze.

Klimaanpassung entscheidet nach Ansicht von Lukanic darüber, ob öffentliche Plätze im Sommer nutzbar bleiben und Häuser bei Starkregen geschützt sind. Wolfenbüttel brauche deshalb widerstandsfähiges Grün, mehr Schatten und einen konsequenten Hochwasserschutz. Diese Maßnahmen müssten mit den Anforderungen des Denkmalschutzes in Einklang gebracht werden.

Jeweils rund ein Viertel der Teilnehmenden nennt zudem die soziale Stadt und Beteiligung, Kultur und Tourismus sowie die Gesundheitsvorsorge. Vereine, Ehrenamt, Kultur und Sport machen nach Überzeugung von Lukanic aus einem Wohnort eine Gemeinschaft. Auch das städtische Klinikum und eine verlässliche Gesundheitsversorgung gehörten wesentlich zur Lebensqualität Wolfenbüttels.

Weil die finanziellen Spielräume der Stadt kleiner werden, müssten Prioritäten offen benannt werden. Nicht alles könne gleichzeitig umgesetzt werden. Sparen ohne Richtung sei jedoch ebenso falsch wie Ausgeben ohne Maß. Gleichzeitig müssten Verwaltungsabläufe einfacher, digitaler und schneller werden. Solide Finanzen seien kein Selbstzweck, sondern sicherten die Fähigkeit der Stadt, auch in Zukunft zu gestalten.

Zuhören, entscheiden, umsetzen

Bei der Frage nach den Eigenschaften einer guten Bürgermeisterin eines guten Bürgermeisters stehen Bürgernähe, Ehrlichkeit, Offenheit und Zuhören ganz oben. Hinzu kommen Durchsetzungsvermögen, Verlässlichkeit und Entscheidungsfähigkeit. Darin liegt für Lukanic die besondere Verantwortung des Amtes: zuhören, unterschiedliche Interessen abwägen, Entscheidungen treffen und anschließend den gewählten Weg konsequent umsetzen.

Die Rückmeldungen sind eindeutig. Viele Menschen wünschen sich weiterhin Konsequenz, Tempo und den Mut, auch einmal Nein zu sagen. Bürgernähe bedeutet für Lukanic deshalb nicht, jedem alles zu versprechen. Sie bedeute vielmehr, ansprechbar zu sein, ehrlich über Grenzen zu sprechen und Verantwortung für getroffene Entscheidungen zu übernehmen.

Die Teilnehmenden bewerten die Entwicklung Wolfenbüttels in den vergangenen Jahren mit durchschnittlich 6,8 von 10 Punkten als gut. Das Vertrauen darauf, dass Lukanic gute Entscheidungen für Wolfenbüttel trifft, liegt bei 3,8 von 5 Punkten. Seine Bürgernähe wird mit durchschnittlich 7,6 von 10 Punkten bewertet.

Lukanic freut sich über diese Ergebnisse, betrachtet sie jedoch nicht als Ruhekissen. Die Bewertungen zeigten, dass in den vergangenen Jahren vieles gelungen sei. Gleichzeitig machten sie deutlich, dass die Erwartungen an die kommenden Jahre hoch blieben.

Ein Programm der Bürgerinnen und Bürger

Aus der Umfrage, zahlreichen persönlichen Gesprächen, Begegnungen in Vereinen und Betrieben sowie Hinweisen aus den Ortsteilen ist das Wahlprogramm von Ivica Lukanic entstanden: der „Wolfenbüttel-Vertrag 2026–2034“.

Das Programm verbindet klare Zusagen mit konkreten und überprüfbaren Zielen. Im Mittelpunkt stehen eine sichere und saubere Stadt, eine lebendige Innenstadt, eine starke Wirtschaft, verlässliche Kitas und Schulen, eine moderne Infrastruktur, attraktive Ortsteile, Klimaanpassung, gesellschaftlicher Zusammenhalt und eine Verwaltung, die Vorhaben möglich macht. Für Lukanic ist der Wolfenbüttel-Vertrag keine Wunschliste für den Wahltag, sondern ein verbindlicher Arbeitsplan für die kommenden acht Jahre.

„Mein Wahlprogramm trägt meine Verantwortung – aber darin stecken die Stimmen, Erfahrungen und Ideen vieler Wolfenbüttelerinnen und Wolfenbütteler. Deshalb ist es ein Programm der Bürgerinnen und Bürger“, erklärt der parteilose Bürgermeisterkandidat.

Mit der Veröffentlichung der Ergebnisse soll die Beteiligung nicht enden. Für Lukanic ist der Dialog mit den Menschen kein einmaliges Wahlkampfformat. Er will den Austausch auf dem Wochenmarkt, in den Ortsteilen, in Unternehmen, Schulen und Vereinen sowie über digitale Kanäle fortsetzen. Gute Entscheidungen entstehen seiner Ansicht nach dort, wo Fachwissen, Erfahrungen aus dem Alltag und politische Verantwortung zusammenkommen und sei eben nicht nur im Wahlkampf der Fall.

Wolfenbüttel ist für viele Menschen Heimat. Damit dies so bleibt, will Lukanic bewahren, was die Stadt unverwechselbar macht, und verändern, was nicht mehr funktioniert. Mit klaren Prioritäten und dem Mut zur Umsetzung könne Wolfenbüttel weiter gestärkt werden.

Weitere Ergebnisse der Umfrage und das vollständige Wahlprogramm sind unter www.ivicalukanic-wf.de abrufbar. Dort können Bürgerinnen und Bürger auch weiterhin Anregungen und Kritik einbringen.